AXA Beitragserhöhung

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Claudi80
Beiträge: 7
Registriert: 21.08.2012, 11:09

Ich bin seit 2018 bei der AXA im MED Komfort start-u Tarif versichert. Nun hat sich der Beitrag nahezu verdoppelt. Ich bin richtig sauer. Keiner kann mir erklären, warum der BEitrag so teuer geworden ist. Liegt es daran, dass ich in den letzten 2 Jahren fast 2000 Euro von der AXA erhalten habe?
dsteinberger
Administrator
Beiträge: 250
Registriert: 23.04.2012, 13:19

Warum wird der BEitrag für eine HEilpraktikerversicherung teurer und darf ein Versicherer die BEiträge erhöhen? Ist das nicht unfair?

Ich möchte dies anhand eines Beispiels erklären:

Sie und 9 Freunde planen ein Essen. Sie gehen dabei von Ihrem eigenen Appetit aus und rechnen mit 12 Euro pro Person für Speisen und alkoholfeie Getränke. Sie machen also mit Ihren Freunden ab, dass Sie alles einkaufen und sichern ihnen dabei sogar zu, dass sie für dieses Essen maximal 13 Euro pro Person zu zahlen haben. Sollte es übrig bleiben bleibt das Geld im Pott und beim nächsten Essen wird es angerechnet für alle.
Sie kaufen nun ein und geben tatsächlich sogar zunächst nur 125 Euro für alles aus. Jeder gibt Ihnen am Ende die zugesagten 13 Euro (mit Ihnen selbst) haben Sie also 130 Euro erhalten. Tatsächlich reichen aber die Getränke nicht und Sie fahren daher selbst nochmal während des Essens zum Supermarkt und kaufen für 25 Euro zusätzlich Getränke.
Ausgaben sind also 125+ 25 = 150 Euro. Erhalten haben Sie 130. Da Sie aber nicht kleinlich sind nehmen Sie diese kleine Fehlkalkulation von 20 Euro natürlich auf Ihre Kappe und die Sache ist für dieses netten Abend erledigt und erwähnen es nicht einmal vor Ihren Freunden, dass das Geld nicht ganz reichte.
Da das gesellige Beisammensein so nett war, möchten Sie und Ihre Freunde das Ganze 3 Monate später wiederholen und man einigt sich bereits 2,5 Monate vor dem 2. Essen darauf und alle überweisen Ihnen per Pay Pal wieder die 13 Euro vom letzten mal (mit Ihren eigenen 13 Euro also wieder 130 Euro) . Inzwischen sind die Lebensmittelpreise um locker 10% gestiegen. Sie müssten auf Grundlage der alten Kalkulation nun sogar 150+15(Inflation wegen der gestiegenen Preise) Euro insgesamt einsammeln, also eigentlich 16,50 pro Person. Die Diskrepanz ist nun also schon bereits um 3,50 pro Person angewachsen. Aber sei es drum. Sie haben wieder einen schönen Abend. Jedoch haben die Gäste diesmal sogar nicht nur mehr Durst als beim letzten Mal. Sondern sind auch deutlich hungriger, da es besonders gut schmeckt. Sie senden daher jemand los, der nochmal für 25 Euro im Supermarkt Würstchen und Gemüse nachkauft.
Diskrepanz zum gezahlten Anteil: mittlerweile also 190-130=60 Euro, also eigentlich 6,- pro Person.
Aber Sie wollen nicht als geizig oder kleinlich gelten und schießen das Geld wieder aus eigener Tasche zu, obwohl es bereits 60 Euro sind.
Sie übernehmen auch für das 3. Treffen wieder die Organisation, so langsam haben Sie aber auch genug von dem ewigen Dazubuttern, Sie sind ja nicht die Wohlfahrt, so gern Sie Ihren Freunden auch etwas gutes tun.
Sie kalkulieren also für das nächste Treffen die Erfahrungen aus den beiden vorherigen Feiern mit ein und verlangen gleich mal 20 Euro pro Person, statt der bisherigen 13 Euro. Ihre Freunde kippen aus den Latschen als sie das hören. 65% mehr? Sie werfen Ihnen vor, sich bereichern zu wollen. Sie aber wissen, dass Sie sogar die beiden letzten Male draufgezahlt haben. Jedem Ihrer Freunde steht es ja auch frei bei nächsten Essen teilzunehmen. Jeder ist herzlich eingeladen, Sie bereiten gerne alles vor und kaufen ein, aber möchten nicht noch zusätzlich draufzahlen.
Wer in dieser Geschichte hat nun etwas falsch gemacht, wem kann etwas vorgeworfen werden? Ok, Ihnen, da Sie nicht von Anfang an richtig kalkuliert haben (was aber auch gar nicht möglich war, Sie hatten weder die Erfahrung, wie viel jeder isst, noch wussten Sie von der plötzlichen Preissteigerung und Appetitsteigerung), Fair ist es trotzdem nicht, denn Sie haben ja aus eigener Tasche Ihre Freunde sogar „eingeladen“. Sie sind aber nicht bis in alle Ewigkeit verpflichtet, dies weiterhin zu tun.
Jetzt kommt auch noch einer Ihrer Freunde an und wirft Ihnen dabei sogar vor, er habe viel letztes Mal, da es ihm nicht so gut ging weniger gegessen und getrunken beim letzten Mal als die anderen, Sie würden Ihm nun sowieso noch etwas schulden, bzw. müsste ihm nun das Recht eingeräumt werden beim nächsten Essen nur 13 Euro zu zahlen.
Die Freunde und Sie kann man hierbei ebenso als Solidargemeinschaft sehen, wie die Versichertengemeinschaft in einem Privaten KV-Tarif.

Was nun die AXA BEitragerhöhung angeht: Sofern Sie gesund sind, könnten folgende Tarife eine Alternative sein:

Barmenia Mehr Gesundheit
UKV NaturPrivat
oder Signal Iduna Ambulant plus

Siehe Heilpraktikerversicherung Vergleich:
https://www.versicherung-online.net/Zus ... leich-255/

Es geht aber auch ein Tarifwechsel ohne GEsundheitsprüfung in den AXA MED EG080 U
Bei der Beantwortung weiterer Fragen helfen wir Ihnen gerne.
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